Wie viele Spielsachen braucht ein Kind?

von Stefan

Kein Spielzeug der Welt kann Mama und Papa ersetzen.

Mit der Geburt unseres Töchterchens öffneten sich für mich auch die Türen und Tore zur Spielzeugwelt (Yeeesssss). Noch sind Socken, Tücher und ein Gummiring die beliebtesten Spielsachen. Aber schön langsam interessiert sich unsere Kleine auch für Raschel-und-Knister-Dinge, Rasseln und alles, was sonst noch irgendwie spannend ist und abgeschlabbert werden kann.  Auf was aber sollte ich künftig beim Kauf von Spielsachen achten? Und wie viel davon braucht ein Kind?

Diese Fragen habe ich Maria Stepien gestellt. Sie betreibt seit vielen Jahrzehnten das Spielwarenfachgeschäft LOGO in der Stockhofstraße.

Das sagt Maria Stepien:

Das Wichtigste ist natürlich die Qualität der Spielsachen. Und hier empfehle ich hochwertige Spielwaren aus Holz. Holz ist ein toller Werkstoff und viel hygienischer als Plastik. Holzspielwaren sind in der Regel auch sehr langlebig und speziell für Kinder unter drei Jahren ideal.

Bei Puppen bzw. Kuscheltieren rate ich zu „weniger ist mehr”. Zwei Stück sind vollkommen ausreichend. Ein Kind baut zu einer Puppe und zu einem Kuscheltier eine emotionale Bindung auf. „Der Kuschelbär für´s Leben” – das ist wie die beste Freundin oder der beste Freund. Bei fünf Stück oder mehr geht diese enge Beziehung verloren bzw. kann sie gar nicht erst entstehen. Auch hier steht die Qualität im Vordergrund. Und bitte verzichten Sie auf technische Funktionen, wie Lachen oder ständiges Gebrabbel. Ein Kind möchte mit dem Kuscheltier oder der Puppe auch einmal traurig oder wütend sein.

Je einfacher ein Spielzeug ist, desto intensiver regt es die Kreativität der Kleinen an – schlichte Holzklötze zum Beispiel. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit diesen etwas zu bauen. Hingegen ein Ding, bei dem nur ein Knopf gedrückt wird und alles fängt zum Blinken und zum Düdeln an, verliert schnell seinen Reiz. Noch dazu fördert dies nicht wirklich die Kreativität oder die motorischen Fähigkeiten des Kindes. Also von solchen Sachen rate ich prinzipiell ab.

Bei Gesellschaftsspielen gibt es keinen allgemein gültigen Rat, außer, sich vorab beraten zu lassen. Denn auch ein „Spiel des Jahres” kann sich schnell als Fehlkauf herausstellen. Es kommt immer darauf an, wer damit spielen soll, wie lange ein Spiel dauern darf, wie viele damit spielen und wo generell die Interessen liegen.

Was mir außerdem sehr am Herzen liegt: Kein Spielzeug der Welt kann die gemeinsame Zeit mit den Eltern ersetzen. Natürlich sollen und können sich Kinder eine Zeitlang selbst beschäftigen. Aber Mama und Papa sollen sich unbedingt Zeit nehmen, um gemeinsam zu spielen.

Zur Person Maria Stepien:

Eltern und allen, die mit Kindern leben und arbeiten, helfen, die Kreativität der Kleinen zu fördern – das ist die Philosophie von Maria Stepien und ihrem Team. Seit über 30 Jahren führt sie das Spielwarengeschäft LOGO. Seit jeher achtet sie besonders auf hochwertiges Qualitätsspielzeug und kompetente Beratung.

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